Themen

Unsere Veranstaltungen im Frühjahr

Veranstaltungsflyer der SAV Kassel

20. März 19 Uhr „Was ist Trotzkismus?“
Leo Trotzki war der wichtigste Oppositionelle zum stalinistischen Regime, der für seinen Kampf um Arbeiterdemokratie in der Sowjetunion mit dem Leben zahlte. Wir wollen die wichtigsten Ideen Leo Trotzkis vorstellen und ihre Aktualität für heute zur Diskussion stellen: Von seiner Stalinismusanalyse über die Theorie der Permanenten Revolution bis zum so genannten Übergangsprogramm.

27. März 19 Uhr „Zu den Sozialismustagen!“
An Ostern fahren wir aus Kassel gemeinsam zu den Sozialismustagen 2018 – dem Kongress gegen Rassismus, Krieg und Kapitalismus. Wir wollen uns gemeinsam politisch vorbereiten, letzte organisatorische Fragen klären und uns alle auf einen Stand bringen, um dann zusammen ein gutes Wochenende in Berlin zu verbringen. Wenn du mitfahren willst oder dir das Programm genauer anschauen willst, dann findest du auf www.sozialismustage.de alle Informationen und ein Anmeldeformular.

3. April 19 Uhr Buchvorstellung: „Was ist linke Migrationspolitik?“
Kein Thema hat die öffentliche Debatte in den letzten Jahren so dominiert, wie die Frage der Migration. Rechtspopulisten nutzten die Zunahme der Zahl Geflüchteter für rassistische Hetze, die Bundesregierung verschärfte ein ums andere Mal das Asylrecht. Zusammen mit bürgerlichen Medien erweckten diese Kräfte den Eindruck, der Zuzug von Geflüchteten und ArbeitsmigrantInnen bedrohe die sozialen Standards und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir wollen unsere neu erschienene Broschüre zum Thema vorstellen, in der wir die Rechte von MigrantInnen verteidigen und einen Klassenstandpunkt einnehmen, der die gemeinsamen Interessen einheimischer und migrantischer Lohnabhängiger und Erwerbsloser in den Mittelpunkt rückt.

10. April 19 Uhr „Tarifkämpfe im öffentlichen Dienst – was tun!?“
ver.di ist mit einer offensiven Forderung von 6% / mindestens 200 Euro mehr in die Tarifrunde öffentlicher Dienst gestartet. „Wir sind es wert“, so lautet das Motto, und recht haben sie! Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst brauchen dringend eine deutliche Entgelterhöhung – ver.di sollte die Kampfkraft nutzen und die Forderungen voll durchsetzen. Wir wollen die Möglichkeit nutzen, Zwischenbilanz zu ziehen: Wie ist der Stand der Verhandlungen? Wie kann es mit den Protesten weitergehen und wie kann die Gewerkschaft weiter in die Offensive kommen?“

 

Alle Veranstaltungen der SAV finden dienstags 19 Uhr in der Außenstelle des Kulturzentrum Schlachthof im Philipp-Scheidemann-Haus, (Erdgeschoss Eingang gelbe Tür) Holländische Str. 72 (Haltestelle Halitplatz – Linien 1, 5, RT1, RT4) statt.

#BadArtWorldTour & Seminar zu 100 Jahren Russischer Revolution

Klassenkampfrap mit Holger Burner

„Wir machen schlechte Kunst im besten Sinne!“ Mit diesen Worten eröffnete Hannah Lürssen, Mitglied der SAV – Sozialistische Alternative und Unterstützerin des internationalen Bad Art-Netzwerks am 03. November eine Veranstaltung zur Russischen Revolution in Kassel.

Unter dem Motto „It’s time for a revolution – Party like it’s 1917“ hatte unter anderem der Kreisverband DIE LINKE.Kassel-Stadt hierzu eingeladen.

Etwa 100 Interessierte kamen, hörten die Auftritte verschiedener Künstler*innen, tanzten und schauten zu wie ein Bad Art-Graffiti gesprüht wurde, und feierten so das Gedenken an die Russische Revolution, die sich zum 100. Mal jährt. Viele weitere Menschen kamen eher zufällig vorbei am „Raum für Urbane Experimente“, der sich in der Unterführung an der Bahnhaltestelle nahe der Universität Kassel befindet und von einem Kollektiv von Künstler*innen betrieben wird. Dort entsteht zu den sommerlichen Jahreszeiten regelmäßig ein alternativer kultureller Freiraum mit Konzerten, Graffiti-Action und weiteren Aktivitäten.

Hannah Schäfer, ebenfalls Aktivistin der SAV, erklärte in einem politischen Beitrag, was die Ursachen für die Russische Revolution waren, warum hier 1917 die demokratischste Gesellschaft der Menschheitsgeschichte entstand und wie es zu den tragischen Entwicklungen durch die Stalinisierung und Bürokratisierung des Arbeiterstaats kam.

Holger Burner, sozialistischer Rapper aus Hamburg, erklärte in seinen Songs, wie Widerstand aufgebaut werden kann und warum es sich heute auch noch lohnt, für eine andere Gesellschaft zu kämpfen.

Im Anschluss an diese erfolgreiche Party veranstaltete die Kasseler Ortsgruppe der SAV – Sozialistische Alternative gemeinsam mit anderen Ortsgruppen und Mitgliedern ein zweitägiges Seminar mit dem thematischen Schwerpunkt rund um die Russische Revolution an dem ca. 20 Genoss*innen teilnahmen und sich in die Debatte einbrachten.

In einem Einleitungsplenum wurde in einem umfangreichen Vortrag erläutert, wie es zur Russischen Revolution kam, welche Akteur*innen eine bedeutende Rolle spielten und was die wichtigsten Lehren für soziale Kämpfe weltweit und den andauernden Kampf gegen Ausbeutung, Unterdrückung und für internationale sozialistische Demokratie sind.

Während der folgenden Tage diskutierten die Teilnehmer*innen beispielsweise über die besonders fortschrittliche und unabdingbare Rolle der Frauen in der Russischen Revolution, aber auch deren Rolle in vielen anderen historischen revolutionären Bewegungen, oder über den Einfluss der Russischen Revolution auf die Kämpfe der Schwarzen Bevölkerung gegen rassistische Diskriminierung und Gewalt. Andere Workshops beschäftigten sich auch mit den Fragen wie Rätedemokratie praktisch funktionieren könnte, warum es zur Stalinisierung der Sowjetunion kam und welche Folgen sich daraus ergaben, oder mit der Geschichte des CWI – „Commitee for a workers‘ international“.

Im Abschlussplenum wurde der Bogen von den historischen Themen der Russischen Revolution zu der aktuelle politische Lage in Deutschland gespannt. Wie gehen wir mit dem parlamentarischen Rechtsruck und dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag um? Was bedeutet eine wahrscheinlich zukünftige „Jamaika“-Koalition für die arbeitende Bevölkerung in Deutschland? Welche Rolle kommt der Partei DIE LINKE in Zukunft in der Opposition zu? Aus diesem Wochenende gingen alle heraus mit neuen Erkenntnissen über die historische Rolle der Russischen Revolution und die Bedeutung für heute, auch weiterhin müssen wir in Kämpfe intervenieren mit der Perspektive für eine Gesellschaft ohne Sozialkürzungen, Kriege und Hunger und für eine friedliche, demokratische und sozialistische Welt.


SAV-Veranstaltungen im Oktober

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17. Oktober 19 Uhr: Ist die AfD faschistisch?
Die AfD hat bei der Bundestagswahl eine Menge Abgeordnete in den Bundestag schicken können. In der neuen Fraktion sind viele Anhänger des völkisch-nationalistischen Flügels, gerade nachdem Petry die Partei verlassen hat. Macht das die AfD zu einer faschistischen Partei? Wir wollen von einer marxistischen Faschismustheorie heraus die AfD analysieren und vor allem diskutieren, was das für unsere praktische antirassistische Arbeit bedeutet: Wie stellen wir die AfD im Parlament – und auf der Straße?

 

24. Oktober 19 Uhr: Ist der Mensch zu schlecht für den Sozialismus?
Zu faul? Zu gierig? Ist eine sozialistische Gesellschaft überhaupt möglich? Sind Menschen nicht von Natur aus zu egoistisch für ein solidarisches Zusammenleben? Ein interaktiver Vortrag: Wir wollen die gängigsten Vorurteile widerlegen. Außerdem soll erklärt werden, wie wir uns eine zukünftige sozialistische Gesellschaft vorstellen und warum wir nicht die DDR zurückhaben wollen.

 

31. Oktober 19 Uhr: Die 68er-Bewegung in Frankreich
Rund um das Jahr 1968 gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Frankreich und anderen Ländern große soziale Bewegungen. Während hier bei uns vor allem Unis besetzt wurden, sind es in Frankreich zudem auch Betriebe und Fabriken gewesen. Nachdem die Uni Sorbonne in Paris geräumt wurde, gab es einen wochenlangen Generalstreik. Das Land stand still. Wie hat die Linke damals den Kampf begleitet? Welche Lehren können wir für heute ziehen?

Unsere Veranstaltungen finden dienstags im Philipp-Scheidemann-Haus (Eingang gelbe Glastür), Holländische Str. 72, Haltestelle „Halitplatz“ (Tram 1, 5, RT1, RT4) statt. Komm vorbei!